Ein schöner Tag in… Berlin: Neukölln & Kreuzberg

Roxy

Roxy

01.10.2018

Berlin hat eine Vielzahl schöner Tage zu bieten, die weit ab vom üblichen Touristenmarathon sind. Da ich seit einigen Jahren Neukölln und Kreuzberg zu meinem Lebensmittelpunkt gemacht habe, hier nun einer meiner Lieblingstage in diesen Bezirken.

Egal zu welcher Uhrzeit, in Berlin findet man immer einen Ort zum Frühstücken. Mein absoluter Favorit allerdings serviert es „nur“ bis 15.00 Uhr. Das sollte jedoch reichen, wir haben ja einiges vor heute. Hallmann & Klee am Böhmischen Platz ist also Dein erster Stop. An dem hübschen Platz lässt es sich schön in der Sonne sitzen während man die herrlich angerichteten Leckereien genießt. Denn alles was hier auf den Teller kommt ist regional, bio und mit jeder Menge Liebe selbst gemacht. Besonders fantastisch ist hier das Brot, das man zu leckeren Frühstücksbrettern bekommt, doch auch die Pancakes können sich sehen lassen.

Von hier schlendertet Du am besten zum Richardplatz, dem alten Mittelpunkt von Rixdorf, das eines Tages von Berlin verschluckt wurde. Plötzlich sind die Häuser höchstens zweistöckig, die Straßen noch aus Kopfsteinpflaster und man findet alte Schmieden und versteckte Gärten. So richtig nach Berlin fühlt es sich hier nicht an. Besonders der Comeniusgarten ist ein schöner Ort um in der Sonne das fantastische Frühstück zu verdauen und die unterschiedlichen Menschen zu beobachten, die diesen Ruheort bereits für sich entdeckt haben. Um in den Garten zu gelangen einfach rechts des Törchens auf den Klingelknopf drücken, dieser öffnet direkt den Weg in den Obstgarten. 

Zurück über den Richardplatz überquerst Du nun die laute Karl-Marx-Straße und läufst in die Thomasstraße, um entweder auf direktem Weg auf das Tempelhofer Feld zu gelangen oder noch einen kurzen Abstecher in den Körnerpark zu machen. Den besten Kaffee gibt es hier im Nini e Pettirosso. Mit dem in der Hand lässt man diese schöne Parkanlage, die in dieser Stadt etwas fremd anmutet, am besten auf sich wirken. Für einen kurzen Moment vergisst man, in Berlin zu sein bei all der akkurat angelegten Blumenpracht und denkt: irgendwie eher München hier.

Nun aber ab zum Tempelhofer Feld. Hierbei handelt es sich um einen still gelegten Flughafen, der nach seiner Schließung in einen Park in der Stadt umgewandelt wurde. Hier treffen sich Berliner aller Couleur um zu sporteln, meditieren, picknicken oder sich um ihren Gemüsegarten im Allmende Kontor zu kümmern. Es ist ein schöner Ort! Welch Seltenheit, dass man in einer Hauptstadt so weit gucken kann.

Nach einer ausgiebigen Runde nimmst Du am besten den Ausgang Columbiadamm, welchen Du aber nur überquerst und sofort in eine kleine Straße eintauchst, in der scheinbar alle Berliner ihre Wohnwägen und ausgebauten LKWs abgestellt haben. Durch diese ungewöhnliche Wohnsiedlung kommst Du an den Südstern, in dessen Mitte eine eindrucksvolle neugotische Kirche thront. Diese umrundest Du einmal, um in die Körtestraße zu kommen, die Dich an den Landwehrkanal bringen wird.

Am Eingang der Böckhstraße findest du Isabel, die ganz fantastisches Eis produziert, das man prima auf der Admiralsbrücke neben all den anderen Sonnenverliebten schlecken kann, die man hier zu jeder Uhrzeit trifft. Wenn Du Glück hast, macht auch jemand Musik für Dich.

Am Planufer mit seinen wunderschönen Wohnhäusern entlang kommst du schlußendlich ans Maybachufer. Hier findet man immer Dienstag und Freitag einen verrückten Obst und Gemüse Markt sowie am Samstag einen sogenannten Stoffmarkt, der sich aber immer mehr zum perfekten Souvenirjägerort verwandelt. Egal an welchem der Tage, diese Märkte lohnen sich immer denn es gibt jede Menge zu entdecken. Wenn es dich nun nach einem weiteren Kaffee sehnt: Populus Coffee ist dein Ort. Etwas Süßes dazu? Bei der Bread Factory gibt es eine Himbeerschnitte zum niederknien.

Über die Hobrechtbrücke machst Du nun einen kleinen Abstecher auf die andere Uferseite. Nur wenige Meter den Landwehrkanal entlang gelangst Du zum allseits beliebten Boulderplatz, wo man prima eine kleine Pause einlegen kann, um Menschen zu beobachten. Überhaupt, Menschen beobachten ist ein großer Teil dieses Ausflugs!

Die Thielenbrücke bringt dich zurück zum Maybachufer, dem Du noch etwas in Richtung Süden bis zum Weichselplatz folgst. Am südlichen Ende des Platzes findet man Tischtennisplatten, an denen wirklich immer etwas los ist. Vielleicht findest Du ja einen freien Schläger für eine Partie?

Nun die Weichselstraße hinunter, bis Du an die Sonnenallee kommst. Diese überquerst Du, gehst nach rechts und stehst quasi direkt vor Azzam, wo es das beste Fatta der Stadt gibt. Versprochen. Doch auch mit allen anderen Gerichten auf der Karte kann man einfach nichts verkehrt machen. Besonders verrückt sind die Platten für mehrere Personen. Hier bekommt man von allem ein bisschen, aber Vorsicht: lieber eher ein bis zwei Mensch mehr einladen, als die, obwohl immer im Stress super freundlichen Angestellten des Ladens behaupten, dass die Platte satt macht. Es ist irre viel.

Mit vollem Magen rollst Du nun die Sonnenallee bis zur nächsten Ecke hinunter, und stolperst in den Fulda Getränkemarkt. Das ist ein Späti Deluxe, hier gibt es feine Getränke für jeden Geschmack und holst Dir Deine Variante eines Wegbiers.

Zwar ist der Weg zu Deinem nächsten Ziel, dem Klunkerkranich nicht weit, doch die Schlange manchmal lang, da hat man gerne was zum festhalten. Wie kommst Du hier hin? Du läufst die Fuldastraße entlang Richtung Rathaus Neukölln und stehst nun vor den Neukölln Arcaden. Hier willst Du rein oder viel mehr rauf. Der Aufzug bringt Dich in die oberste Etage des Parkdecks und von dort kannst Du aufs Dach laufen, wo eine hübsche Bar errichtet wurde. Diese ist der perfekte Ort, um den Sonnenuntergang über den Dächern Berlins zu genießen. 

Sobald das Spektakel der sich verabschiedenden Sonne abgeschlossen ist, geht es ab in die Weserstraße. Hier gibt es wirklich für jeden Geschmack eine Bar. Es ist der Ort, wo ich Dich Deiner eigenen Entscheidungskraft überlasse, denn von hier aus gibt es tausende Wege und keiner ist verkehrt, ich bin mir sicher, Du findest den für Dich richtigen.

Viel Freude beim Entdecken!

 

Wo man in Rixdorf auch gut frühstücken kann:

  1. The Future Breakfast
  2. Ungeheuer
  3. Paulinski Palme
  4. Vux (Vegan)

Andere hervorragende Dinneralternativen rund um den Hermannplatz:

  1. Berlin Burger International – fantastische Burger
  2. W Pizza – neapolitanische Pizza
  3. Con Tho – vegetarische, regionale Vietnamesiche Küche
  4. Imren Grill – tatsächlich guter Dürüm
  5. La Bolognina – hausgemachte, frische Pasta
  6. Le Brot – Brot, Käse und Wein vom feinsten